Die Internationale Sportförderung des Auswärtigen Amtes

Lutz Pfannenstiel (M.r.) und Felix Imm (M.l.) mit indischen Torhütern ©DOSB/DFB Lutz Pfannenstiel (M.r.) und Felix Imm (M.l.) mit indischen Torhütern ©DOSB/DFB
Die BAS-Mädchen posieren nach ihrem Sieg mit dem High-School-Pokal. ©Albin Die BAS-Mädchen posieren nach ihrem Sieg mit dem High-School-Pokal. ©Albin

Seit 1961 ist die Internationale Sportförderung des Auswärtigen Amts Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Zeit wurden in über 100 Ländern mehr als 1.400 Kurz- und Langzeitprojekte in verschiedensten Sportarten durchgeführt. Zielländer der Internationalen Sportförderung des Auswärtigen Amtes sind Entwicklungsländer nach Staatenliste der OECD (sogenannte "DAC-Liste").

 

Dabei versteht sich die Internationale Sportförderung stets als Hilfe zur Selbsthilfe, bei der die Ausbildung von Trainern und Sportlehrern im jeweiligen Land im Vordergrund steht. Teamfähigkeit, gegenseitiger Respekt, Toleranz und Fairness sollen durch die gemeinsame Teilnahme an sportlichen Aktivitäten als positive Nebeneffekte des Sports freigesetzt und gefestigt werden – soziale Kompetenzen also, die auch außerhalb des Sports für ein friedliches Miteinander unabdingbar sind.

 

Sportstrukturen, Trainerlehrgänge und modernes Deutschlandbild

 

Ziel der Internationalen Sportförderung ist es, den Ausbau des Breitensports in Entwicklungsländern voranzutreiben, beim Auf- und Ausbau nachhaltiger Sportstrukturen zu helfen sowie Sympathien für Deutschland einzuwerben und ein modernes Deutschlandbild zu vermitteln. Das Auswärtige Amt fördert insbesondere den Frauen-, Behinderten-, Kriegsopfer- und Jugendsport, um zur Integration von Minderheiten und marginalisierten Gruppen beizutragen.

 

In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB),  dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und den anderen Sportfachverbänden werden deutsche Sportexperten im Auftrag des Auswärtigen Amts ins Ausland entsandt. Vor Ort führen die Sportexperten sowohl Trainerlehrgänge als auch Trainingseinheiten mit begeisterten Sportlern durch und beraten die jeweiligen nationalen Sportverbände beim Aus- und Aufbau moderner Sportstrukturen.

 

Das Auswärtige Amt lädt zudem in Kooperation mit dem DFB, dem DLV und den sportwissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten Leipzig und Mainz zu Trainerlehrgängen in Deutschland ein, die entsprechend zertifiziert werden. Darüber hinaus werden den Projekten und Sportverbänden Sachspenden in Form von Sportgeräten, Bällen, Trikots etc. zur Verfügung gestellt, um den teilnehmenden Sportlern und Trainern ein adäquates sportliches Umfeld zu schaffen.

 

"Menschen bewegen - Grenzen überwinden"

 

Die Projekte und Maßnahmen der Sportförderung sind vielfältig. Sie leisten einen Beitrag zur Völkerverständigung, indem sie den Dialog zwischen den Kulturen anregen, Minderheiten integrieren, Vorurteilen vorbeugen und Werte vermitteln. Sport kann in Konfliktregionen Vertrauen schaffen und baut Brücken – über sprachliche, politische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg. Sport ist ein wichtiger gesellschaftspolitischer Stabilisator und bedeutender Imageträger.

 

"Menschen bewegen – Grenzen überwinden", das Motto der Sportinitiative des Auswärtigen Amtes seit 2010, soll deutlich machen, dass die Bundesrepublik Deutschland für all die positiven Werte steht, die Menschen beim Sport gemeinsam erleben können: Lebensfreude, Weltoffenheit, Solidarität und Fairness.

 

Stand 02.11.2012

Friday, November 2, 2012