ITK Leipzig: Die Welt durch Sport verändern

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ITK Alumnitreffen im Deutschen Haus in Rio ©Kirsten Nijhof ITK Alumnitreffen im Deutschen Haus in Rio ©Kirsten Nijhof
Thaís Jacobs De Gennaro aus Brasilien, Absolventin des 1. ITK 2016 ©Kirsten Nijhof Thaís Jacobs De Gennaro aus Brasilien, Absolventin des 1. ITK 2016 ©Kirsten Nijhof
Der 1. ITK 2016 ©Kirsten Nijhof Der 1. ITK 2016 ©Kirsten Nijhof

Hunderte Nationen, Tausende Athletinnen und Athleten – die Olympischen Sommerspiele sind das größte Sportereignis der Welt und somit der perfekte Rahmen für die Vielseitigkeit des Sports, seine Kraft jenseits der großen Bühnen. Daher haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Universität Leipzig anlässlich der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu einem ITK Alumnitreffen ins Deutsche Haus in Brasiliens bekanntester Metropole geladen, um sämtliche Potenziale des Sports zu würdigen.

Dr. Petra Tzschoppe, DOSB-Vizepräsidentin und Sportsoziologin an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig begrüßte am 10. August gemeinsam mit ITK-Geschäftsführer Daniel Eckert-Lindhammer 20 Absolventen der Jahre 1973 bis 2015 aus 14 Ländern – unter ihnen als prominentester Alumnus des ITK IOC Mitglied und Präsident des NOK von Südafrika, Sam Ramsamy.

ITK Botschafter Cleberson Lopes Yamada aus Brasilien und ITK Alumna Ayelen Maisley aus Argentinien standen Sport-Reporterin Anett Sattler Rede und Antwort über ihre Erfahrungen am ITK, ehe die Trainer und Sportwissenschaftler schließlich bei traditioneller deutscher Kost in Erinnerungen an ihre Lehrmonate in Leipzig schwelgten.

"Macht das Beste daraus"

Welche Rolle der Sport im Allgemeinen, und eine Ausbildung im ITK im Besonderen, spielen kann, weiß Ichrak El Kindi zu berichten. Die Generalsekretärin des Königlich-Marokkanischen Kanu- und Kajakverbandes trat im April dieses Jahres ihre Stelle im Ministerium für Jugend und Sport an – nur zwei Monate, nachdem sie das Zertifikat "Konditionstrainer auf Arabisch" des Internationalen Trainerkurses der Universität Leipzig erfolgreich abgeschlossen hatte.

„Die Zeit am Internationalen Trainerkurs war eine der bislang prägendsten in meinem Leben", sagt El Kindi. "Macht das Beste daraus, nutzt die Chance, um Euch einen umfangreichen Wissensschatz anzueignen – von ihm werdet Ihr ein Leben lang profitieren”, rät die Kajakspezialistin den nachfolgenden Teilnehmern, die sich im Sommersemester als Volleyballtrainer (Kurssprache Arabisch), als Leichtathletiktrainer (Französisch), als Fußballtrainer (Spanisch) sowie im Behindertensport und im Sportmanagement (jeweils auf Englisch) weiterbilden. 

Besonders bewährt habe sich, so ITK-Geschäftsführer Eckert-Lindhammer, die starke Verbindung von Theorie und Praxis als herausragendes Merkmal dieser Trainerweiterbildung, die bereits im 52. Jahr besteht und seit 1991 vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wird. 

"Mauern zwischen Menschen einreißen"

Thaís Jacobs De Gennaro aus Brasilien, Absolventin des ITK Behindertensport, konnte während der Abschlussfeier des 1. ITK 2016 am 29. Juli El Kindis Aussage nur bestätigen: „Wir feiern heute unseren Wissenszuwachs, die Chance, diesen in unseren Heimatländern anzuwenden. Wir feiern aber auch die Begegnung von Menschen so vieler Länder, die dasselbe Ziel haben: die Welt durch Sport zu verändern. Schließlich ging es im Kurs auch darum, verschiedene Kulturen kennenzulernen, Wissen, Ideen und Standpunkte über zahlreiche Themen auszutauschen. Wir wollen künftig unsere Kräfte bündeln, um Mauern zwischen Menschen einzureißen.“

Dabei wies vor ihr auf dem Rednerpult die olympische Fackel auf die Spiele in Rio hin – mit dem ITK als aktiver Teil, denn in Asdrubal Augusto Florençano do Nascimento aus dem brasilianischen Taubaté war ein Absolvent des ITK einer ihrer stolzen Träger.

Sonja Riedel/Gregor Nentwig

Monday, August 22, 2016 Article